Dieser Zeit sind viele von uns wieder im aktiven Tierschutz unterwegs

Die Zeit der Heuernte hat begonnen. Viele Jäger sind jetzt unterwegs, auf der Suche nach im Gras versteckten Rehkitzen.

11351371_1018368408174336_1283995014_n Die Jungtiere, die meist im Mai und Juni gesetzt werden, werden von ihren Müttern über Tag oft in der Wiese abgelegt, versteckt im hohen Gras, ohne Eigengeruch bestens getarnt gegen Feinde. Nur ab und zu kommt die Ricke zum Säugen vorbei. Auch andere Tiere, wie Junghasen und Bodenbrüter, sind gefährdet.

11325546_1011682875509556_1795293600_nEin Traktor, der mit hohem Tempo und breitem Mähwerk die Weiden in Maximalgeschwindigkeit aberntet, ist für diese und andere Jungtiere eine tödliche Gefahr,  denn ihr Reflex ist wegducken. Die Folge sind oft abgemähte Läufe und andere schwere Verletzungen, die Tiere erleiden einen qualvollen Tod. Deswegen werden zur Zeit die Wiesen vor der Mahd mit Hunden  abgesucht, damit das Muttertier die Kleinen rechtzeitig abholt. Neben der Suche mit Hunden werden auch Drohnen und Kitzretter eingesetzt.

11289669_1018368491507661_1785139653_n Erhält man rechtzeitig Kenntnis, hilft Verstänkern mit den entsprechenden Mitteln sehr gut.  Auch das richtige Mähen der Wiesen von  innen nach außen trägt zur Kitzrettung bei.

Die Grundvoraussetzung zur gelungenen Kitzrettung ist aber die Kooperation mit den Landwirten. Sie sollten den Pächter oder seinen Ansprechpartner rechtzeitig informieren – sonst hat auch der Jäger keine Chance helfend einzugreifen. Die Initiative  dazu sollte von uns Jägern kommen, wir müssen das immer wieder betonen und anbieten.

Eine Möglichkeit, um Helfer zu findenm ist die Gründung regionaler Facebook – Gruppen. Dort sollen von den Mitgliedern Mähtermine und Orte eingegeben werden, um möglichst viele Helfer zu aktivieren, die dann vor der Mahd die Wiesen durchgehen.

Hier ein Beispiel:
„Es wäre schön, wenn sich die Idee der örtlichen Kitzrettung weiter verbreiten würde…wie so was aussehen kann, seht ihr in der Facebook-Gruppe „Kitzrettung im Stromberg“:

Auch die Landwirte sind hier in der Pflicht: Das Ausmähen von Kitzen ist ein Verstoss gegen das Tierschutzgesetz. Wer keine Maßnahmen zur Kitzrettung trifft, nimmt deren Tod billigend in Kauf (bedingter Vorsatz) und handelt damit strafrechtlich relevant.

Und weil man ruhig darüber sprechen darf und soll, wenn Gutes getan wurde,  haben wir hier drei Muster für Pressemitteilungen für die lokale Presse vorbereitet. Einfach zum Herunterladen, Personalisieren und Veröffentlichen.

http://fuerjagd.de/presse/muster-pressemitteilungen-fuer-kitzretter/

Weitere Infos zur Kitzrettung

http://www.fex-geht-jagen.de/kitzrettung.html

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