– Gedanken zu einem Jagdunfall-

Ein Maisschlag kurz vor der Ernte. Ein Landwirt, dem die Sauen zu Schaden gehen. Ein Jäger und ein Bekannter, der als Treiber aushilft. Ein Schuss.
Wir wissen nichts über das Opfer, außer, dass es sich um einen Bekannten des Schützen handelt. Wir wissen nicht, ob er Familie, Kinder, Haustiere hatte, ob er vielleicht Landwirt war. Ob es nicht sogar sein Acker war. Wir wissen nicht, wie seine Frau damit zurechtkommt, dass sie jetzt alleine im Leben steht, nicht wie die Kinder den plötzlichen Verlust ihres Vaters erleben. Welchen Schock sie erlebt haben, als ihne die Nachricht überbracht wurde.Wir können nur ahnen, welche Trauer und Schmerz der plötzliche Verlust eines Menschen in der Psyche und dem Leben der Anverwandten, dem Gefüge und der sozialen Sicherheit einer Familie anrichten kann. Wie sie mit dem leeren Platz in ihrer Mitte weiterleben müssen.

Mich erschüttert es zutiefst.
Auch der Schütze ist für den Rest seines Lebens gestraft. Er hat den Tod eines Menschen, eines Freundes auf dem Gewissen. Von rechtlichen Konsequenzen mal ganz abgesehen, wird ihn die Frage, wie es zu dem Unfall kommen konnte gewiss für den Rest seines Lebens festhalten. Auch ihn werden die vorgenannten Fragen quälen und selbst wenn ihm andere verzeihen, ob er sich selber verzeihen kann, sei dahingestellt.

Gerade als Jäger hat man sich in der Regel mit dem Thema Tod intensiv auseinandergesetzt, da er unbestreitbar ein Aspekt der Jagdausübung der Schuss auf ein Tier ist. Ein guter Jäger verspürt eine Unruhe des Gewissens angesichts seiner Entscheidung, ein vorher genau beobachtetes, angesprochenes und letztendlich ausgewähltes Tier zu töten. Dabei spielen Emotionen eine Rolle wie Ehrfurcht vor dem Geschöpf, Erleichterung, wenn das Tier ohne große Flucht und Leid im Knall liegt. Aus dieser Empathie resultieren die Bräuche der Totenwache am erlegten Wild und der letzte Bissen als Versöhnung mit dem erlegten Wild.

Umso befremdlicher muten dann die Kommentare von sogenannten Tierschützern an, die einerseits versuchen den ethisch-moralischen Kodex auf Tiere zu übertragen, die aber andererseits völlig empathielos den Tod eines Menschen belachen.
Es sind die gleichen Menschen, die Lederschuhe, Wollpullover und Taschen tragen, Joghurt und Milch trinken, ihre Haustiere per Dose ernähren, vielleicht sogar ihr Fleisch im Discounter kaufen – ihre Scheinheiligkeit ist krank und menschenverachtend.

Dr. Tom Regan, eine der Gallionsfiguren der Tierrechtsbewegung definiert  den Begriff der Ethik, die für Mensch und Tier gelten soll, wie folgt:

Das Fundament auf dem die menschliche Ethik ruht, ist der eigenständige Wert des Individuums: der moralische Wert eines Menschen darf nicht davon bestimmt werden, wie hilfreich er der Förderung der Interessen anderer Menschen ist. Menschen auf eine Weise zu behandeln, die diesen ihren eigenständigen Wert nicht achtet, heißt, das grundsätzlichste aller Menschenrechte zu verletzen: das Recht eines jedes Menschen mit Achtung behandelt zu werden.“

Die Auslegung dieser Ethik durch seine Anhänger lassen sich den nachfolgenden Kommentaren entnehmen:

exemplarisch für viele:

Gabriela Ich muss gestehen, ich habe kein Problem damit, wenn sich diese mordenden Blindgänger gegenseitig abknallen. Ein Problem hätte ich damit, wenn unschuldige Menschen, also Spaziergänger, Jogger, Wanderer etc. durch diese Mörderbande verletzt oder gar getötet würden.

Rainer In Deutschland, wahrscheinlich weltweit, gibt es für Hobbymörder keine Altersbeschränkung für Waffenbesitz und Jagdschein. Ich frage mich, wie lange und wieviel Tote es noch geben muß. Das Wald und Acker, Wiese für demente Tattergreise weiterhin Kriegsschauplatz sein darf, ist dringend und sofort zu unterbinden. Außerdem fordere ich ein jährliches, psychologisches Gutachten, für Wild- und Haustiermörder. Als Ehepartner (rein hypothetisch) würde ich jetzt die BRD verklagen ! Was ist ein Menschenleben wert ?

maisläufer Sie sollten lieber den 74jährigen obduzieren. Das der Mann im Feld an einer Kugel starb dürfte kaum übersehbar sein. Es wurde auch auch Zeit das wieder etwas passiert. Für die lodengrüne Rolatorgang hat die Jagdzeit begonnen. Da wird gejagt was vor die Flinte kommt. Wenn einer in ein Feld schießt muss man den Jagdschein insgesamt in Frage stellen, nicht nur bei diesem Jäger. Das kommt davon wenn Nichtsnutze Nichtsnutze prüfen. Jäger dürfen keine Jäger prüfen dann gibt es auch weniger von ihnen. Fangen wir also wieder an Kerben zu schnitzen. Mal sehen wie gut die diesjährige Jagdstrecke wird. Was solls, der Schütze bekommt Klapps auf die Finger (fahrlässige Tötung anstatt Totschlag) und das war es dann.Hoffentlich haben die Angehörigen es nun begriffen was Jagd bedeutet. Vielleicht können sie jetzt mit dem Tieren mitfühlen.

Androbogs So traurig es für die Familie des Treibers ist, er hat sich am Tiermord mitschuldig gemacht. Warum haben diese vertrottelten Alten noch eine Jagderlaubnis? Halbblind und Taub sitzen sie auf dem Hochstand, raschelt was im Gebüsch: Peng. Na ja, Collateralschaden. Sie blasen den Trauermarsch. Vertrottelte Bambikiller.

fux …andrerseits muss man es auch positiv sehen, sollte der 74’er mit einer „abmahnung“ davon kommen, kann er sich noch ein, zwei kameraden schiessen:-))) vielleicht war es ja auch absicht und er wollte mal DIESEN kick verspüren…wir werden lesen, ob er auf den geschmack gekommen ist. ich hab kein Mitleid…NULL NULL und nochmal NULL war wohl ein (in jägersprache) DRUCKFEHLER

Tierliebhaberin @ fux, ja Sie sprechen mir aus dem Herzen, genau so wird es wohl dann auch sein, der „Alte“ bereut und darf munter weiter machen, so kann man diese Typen auch los werden, wenn sie sich langsam selbst hinrichten. Schlimm wird es nur, wenn Spaziergänger des Weges gehen und dann eventuell noch einen Hund an der langen Leine haben, da raschelt doch etwas, da muss man gleich los ballern. Entsetzlicher Gedanke

Gast Wie in den vorstehenden Nachrichten schon erwähnt: Wenn sich die Jagdlustigen selbst abknallen – kein Problem und kein Mitleid… Da kriegt der Begriff Jägerschnitzel endlich die richtige Bedeutung…

Wildlux Hahaha! Jägerschnitzel. Hahaha! Der war gut. Der ist doch selbst schuld, wenn er sich abknallen läßt ( Knallkopf kommt vielleicht davon). Hahaha! Wie blöd muß man sein, zu glauben, daß Jäger Menschen von Wildschweinen unterscheiden können. Sie sagen immer, sie müssen das Stück erst „ansprechen“. Machen sie aber nicht, sondern drücken vorsichtshalber gleich ab. Lieber einen Menschen umgenietet, statt überhaupt nichts. So denken die. Beweise dafür gibt es ja genug.

Nathalie M. Wenn der Bekannte auch ein Jäger war, ok….. einer weniger!
Ingrid D. Jäger schießen doch auf alles, was sich bewegt… und wenn es der eigene Bekannte ist.
Christian T. Für einmal habe ich an der Jagd nichts auszusetzen…
Lauentown K. Werde Jäger. Treffe Freunde
Guenther L. Ein Tiermörder hat ein weiteres Mal gemordet.
Sibsib H. WARUM geht ein 74-Jähriger „Jäger“ auf die Jagd? Warum knallen diese Schwachköpfe sich nicht einfach selber innerhalb kürzester Zeit ab?
Denise B. Tja, hätte er nicht gejagt, wäre das nicht passiert. Shit happens
Bella R. Tja….Strafe fürs Jagen!!
Monika S. Getroffen juhu war sicher GLÜCKLICH

Uli W. Was da als Jäger durch die Wälder streift,spottet teilweise jeder Beschreibung.Alte Tattergreise,die irgendwann mit dem Rolli an den Ansitz geschoben werden, privilierungssüchtige Kleinstunternehmer,usw.da muß sich umbedingt etwas ändern.Aus meiner Sicht bedarf es strengen Kontrollen und einmal Jagdschein,darf nicht immer Jagdschein heißen.Selbst Förster haben ihren ärger mit den Jagdrambos…….Von Hege und Pflege ist da kaum die Rede…….

Monika H. Jäger schießen nun mal auf alles, was sich bewegt !
Monika S. Weiter so !!! Jeder Schuss ein treffer
Mario G. Das war doch mal ein Meisterschuß
Kerstin T. Lach sie rotten sich selbst aus, Gratulation
Anneliese F. Da wurde mal das richtige Opfer getroffen.

Bitte teilt diesen Bericht, denn das geht uns alle an.

Für Jagd in Deutschland.

http://www.swp.de/bad_mergentheim/lokales/bad_mergentheim/Jaeger-toetet-Bekannten-auf-der-Wildschweinjagd-Ermittlungen-laufen;art1158569,2762744

7
Kommentare

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neuster ältester
chris
Gast
chris

interessant bzw. verstörend. eine quellenangabe dazu wäre jedoch nur angemessen, könnte ja schließlich sein, dass es fingiert ist.

antjewutzke
Gast
antjewutzke

Die Kommentare sind nachzulesen, jeweils unter dem Bericht über den Jagdunfall auf der Website http://anti-jagd.blog.de/ bzw. der FB Seite Tierschutznews (Gemeinnützige Organisation), das Zitat zu den Tierrechten aus http://www.ariwa.org/wissen-a-z/hintergrund/tierrechte.html

gehtdichgenausowenig an
Gast
gehtdichgenausowenig an

Man merkt einfach, dass es allen „Deutschen“ zu gut geht… Weil da kann man sich irgendwelche Geschichten ausdenken und sich über diverse Zeug sowas von auf geilen das es nicht mehr feierlich ist.. Was ist dann mit all denn Motorrad bzw Autofahrern die gestürzt bzw. in einem Wildunfall verwickelt waren? Dass ist natürlich wieder was ganz anderes… Oder was ist mit denn Jägern die sich verletzt haben, weil irgendwelche Menschen die Leitersprossen ansägen müssen.?!?! Ist dies etwa Normal? Klar wird dieser Beitrag sofort wieder gelöscht.. Aber wie viele Menschen durch solche Aktionen verletzt werden ist nur neben Sache.. Nur nebenbei!… weiter lesen »

KarinPohlmann
Gast
KarinPohlmann

Ein Jäger sollte doch in der Lage sein, ein Tier anzusprechen! Wenn er nur auf etwas Bewegtes drauf los ballert,gehören ihm Jagd-und Waffenschein entzogen! Und er gehört wegen Totschlag vor Gericht!

Lisa Gast
Gast
Lisa Gast

Das sind keine Tierschützer! Das sind Tierrechtler. Diese essen dann als überzeugte Veganer kein Fleisch und tragen kein Leder.

Und weil die anderen es ihnen gleich tun sollen, freuen sie sich über jeden Menschen, der falsch lebt und dem etwas passiert.

Jäger
Gast
Jäger

Jeder soll so leben wie Er es gerne mag, op Jäger oder Jagdgegner, Ihr, die die Jäger hassen und verachten seit im Niveau ganz unten so über einen Menschen herzuziehen, traurige Nummer, zeig die Zurückgebliebenheit in euren Köpfen. Seit gegen Tierabschüsse aber Massenhaltung in Käfigen Ok, dass Tiere imensen Stress ausgesetzt sind wenn sie zum Schlachthof kommen berücksichtigt keiner. Ihr Tierschützer seit meistens nur Hobbytierschützer ohne Schulung, schlimer noch, ohne Ahnung im Bereich Naturschutz/kunde, sieht man ja an den Kommentaren, wie Niveaulos die sind !