FJD geht in die Offensive und schreibt einen offenen Brief an die Mannheimer Versicherungen AG. Es wird um Stellungnahme, zu den menschenverachtenden und uns Jäger beleidigende Äußerungen eines Mitarbeiters der Versicherung, gebeten. Der Mitarbeiter hatte bei FB den Eindruck erweckt, dass diese Aussagen im Sinne der Mannheimer Versicherung sind.

Offener Brief der FJD an die Mannheimer Versicherung AG
wegen menschenverachtenden Äußerungen eines Mitarbeiters

Sehr geehrte Damen und Herren der Mannheimer Versicherungen AG

wir möchten Sie an dieser Stelle mit dem rufschädigenden Verhalten eines ihrer Mitarbeiter konfrontieren.

Zur Vorgeschichte:

Wie den Medien zu entnehmen war, ist bei einer Ansitzjagd am Sonntag, dem 24.08.2014 ein tragischer Unfall geschehen, bei dem ein 74jähriger Jäger einen mit ihm befreundeten 44jährigen Jagdhelfer erschossen hat. Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass dieser Unfall in Jagdgegnerkreisen in unangemessener Weise kommentiert würde.

Ein Kommentator fiel am letzten Freitag durch seine menschenverachtenden Äußerungen gegenüber dem Toten und Jagdkollegen besonders auf. Herr R. aus Ludwigshafen, der mit seinem Klarnamen bei FB als Tierrechtler und Tierschützer bekannt ist, kommentierte den Tod des Mannes im FB-Forum Gegen Haus-  und Wildtiermord mit  den Worten: „die gute Tat des Tages ! Wieder einer weniger. Ein 74-jähriger Jäger hat einen Volltreffer gelandet. War im Pflegeheim kein Platz mehr ?“ (www.facebook.com/GegenHausUndWildtiermordEv) An anderer Stelle des gleichen Forums schrieb Herr R. „Das Pack schießt doch auf alles, was sich bewegt ……..Hunde, Katzen und glücklicherweise manchmal auf ihresgleichen.“

Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass dies ein öffentliches, für jeden Facebookbenutzer lesbares Forum ist, in dem sich Hr. R. nicht zum ersten Mal in diesem Sinne äußerte.

Herr R. hatte auf seinem FB-Profil die Mannheimer Versicherungen als Arbeitgeber angegeben. Im daraufhin entstandenen Meinungsaustausch fragte ein Jagdkollege nach, was wohl sein Arbeitgeber, bei dem auch etliche Jäger mit ihrer Jagdhaftpflichtversicherung versichert sind, zu solchen „politisch unkorrekten“ Äußerungen sagen würde. Herr R. antwortete  sinngemäß, dass die Mannheimer Versicherung solch einen Einsatz ihrer Mitarbeiter für Natur- und Tierschutz  begrüßen würde. Obwohl Hr. R. in diesem Forum als Privatperson auftritt, hat er hiermit seine menschenverachtende Beurteilung der Jägerschaft als unternehmenskompatibel für die Mannheimer Versicherung dargestellt.

Wir erwarten von Ihnen eine Stellungnahme bezüglich solcher öffentlichen Äußerungen gegenüber Jägern im besonderen und Menschen im allgemeinen. Wir wollen wissen, ob die Mannheimer Versicherung eine solch anmaßende Beurteilung einzelner Klientelgruppen durch einen Mitarbeiter unterstützt und in wie weit sich ihr Unternehmensverständnis mit diesen Aussagen gegenüber dem Opfern des tragischen Unfalls und der Jägerschaft vereinbaren lässt.

Wir erwarten, dem normalen ethischen Empfinden folgend, eine deutliche Distanzierung von den Äußerungen dieses Mitarbeiters. Ansonsten werden wohl etliche Waidgenossen ihre Versicherungsverhältnisse anders ordnen. 

Mit freundlichen Grüßen

Für Jagd in Deutschland

Adrian Höber, Dr. Antje Wutzke, Falk Trompeter, Boris Eichholz (Repräsentatoren der FJD)