„Goldener Mümmelmann“ für Landtagsabgeordnete
mit Herz für Feldhase, Rebhuhn und Co.

Wiesbaden – Weil sie ein Herz für Feldhase und Rebhuhn gezeigt haben, hat die Jägervereinigung Oberhessen den umweltpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Heinz Lotz (SPD/Steinau an der Straße), und Landtagsvizepräsident Wolfgang Greilich (FDP/Gießen) mit dem „Goldenen Mümmelmann“ ausgezeichnet. „Sie haben in der Diskussion um die hessische Jagdverordnung bewiesen, dass Sie auf der Seite des Feldhasen stehen“, sagte der Vorsitzende der Jägervereinigung, Helmut Nickel (Grünberg), bei der Übergabe des Naturschutzpreises im Wiesbadener Landtag. Lotz und Greilich hätten erkannt, dass Fressfeinde wie Fuchs, Waschbär, Marder und Krähen den Mümmelmänner-Bestand stark dezimierten und Änderungen der neuen Jagdverordnung gefordert.
„Dennoch hat Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) gegen den Widerstand von SPD und FDP diesen Prädatoren eine extrem lange Schonzeit zuerkannt“, kritisierte Nickel. Diese schade auch den Rebhühnern und mache dem vom Aussterben bedrohten letzten Birkhuhnbestand in der Rhön endgültig den Garaus. Nickel: „Wir Jäger sind uns mit Heinz Lotz und Wolfgang Greilich einig, dass sich in unserer Kulturlandschaft die Wildtier-Populationen nicht mehr von selbst regulieren.“ Vielmehr nehmen laut Jagdvereins-Chef Füchse, Waschbären, Marder und Krähenvögel überhand.
Die Grünröcke bejagen nach Nickels Worten den Feldhasen in über 80 Prozent der hessischen Jagdreviere schon seit über 25 Jahren nicht mehr, um diese Wildart auch in ungünstigen Lebensräumen in ausreichend hoher Zahl zu erhalten. Fressfeinde von Hase, Rebhuhn und Co. hätten hingegen durch die Jagdverordnung einen gedeckten Tisch.
Lotz kritisierte, dass das Umweltministerium in der Debatte um die Jagdverordnung Jäger und Naturschutzverbände gegeneinander ausgespielt habe. Ministerin Hinz hätte sie stattdessen an einen „Runden Tisch“ holen müssen. Greilich wies darauf hin, „dass die neue Jagdverordnung das Jagdrecht aushöhlt und entwertet“. Deshalb sei zu befürchten, dass die in Jagdgenossenschaften zusammengeschlossenen Landwirte künftig viele Jagdreviere nicht mehr an Jäger verpachten könnten.
Die vom hessischen Umweltministerium erlassene Jagdverordnung ist am 1. Januar in Kraft getreten. Die neuen Jagd- und Schonzeiten werden am 1. April zu Beginn des neuen Jagdjahres wirksam. An der Übergabe des Naturschutz-Preises nahm auch der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Jürgen Lenders (Fulda), teil.

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Den „Goldenen Mümmelmann“ hat der Vorsitzende der Jägervereinigung Oberhessen, Helmut Nickel (Zweiter von links), Landtagsvizepräsident Wolfgang Greilich (FDP/links) sowie dem umweltpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Heinz Lotz (Zweiter von rechts) in Wiesbaden überreicht. Mit der Verleihung dieses Naturschutzpreises würdigt die Jägervereinigung den Einsatz der beiden Politiker für die Hege von Feldhase, Rebhuhn, Birkhuhn und Co. An der Preisverleihung nahm auch der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Jürgen Lenders (rechts) teil.
Foto: Klaus Röther

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