Wie bereits zur Reform des LJG in Nordrhein-Westfalen zu Remmels Zeiten hat sich Deutschlands größtes Tierregister erneut gegen die Jagd und ihre Ausübenden gewandt. Damals ging TASSO ein Bündnis unter anderem mit der Tierrechtsorganisation PETA ein, deren Gemeinnützigkeit aktuell in Frage gestellt wird.
Im neusten Fall ruft TASSO zu einer Demonstration gegen eine Informationsveranstaltung “ Prädatoren und Artenschutz“ auf, die im hessischen Grünberg stattfinden soll.
https://www.tasso.net/Presse/Pressemitteilungen/2018/Demonstration-gegen-Jaeger-Veranstaltung
Sicherlich stimmt es, dass der Rückgang vieler Niederwildarten intensivierter Landwirtschaft und dem hohen Pestizideinsatz der vergangenen Jahrzehnte geschuldet ist. Trotzdem ist auch die Prädation ein nicht zu vernachlässigender Faktor, der nicht nur Niederwild, sondern alle Bodenbrüter, Kleinsäuger, Amphibienusw. betrifft. Dazu gehören auch die Eingriffe durch invasive Arten, die keine Bereicherung der Tierwelt sind , sondern eben diese bedrohen. der Umgang wird in der EU-Verordnung zu invasiven gebietsfremden Arten ( https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32014R1143&from=EN )geregelt, sie umfasst zur Zeit  49 Arten.
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/artenschutz/invasive-arten/unionsliste.html

Man kann zur Fallenjagd und Baujagd, zur Anpassung von Jagd – und Schonzeiten stehen wie man möchte, Fakt ist: Mit dem Aufruf zu dieser Demonstration hat sich TASSO ideologisch endgültig im Lager der Jagdgegner verankert.

Aber das Thema ist ein Altes, ob es um den Hubertustag, Staatsjagden oder die angeblichen Zahlen an „durch Jäger getöteten Haustiere“ geht, TASSO verliert die erforderliche Neutralität und polemisiert. Wir berichteteten mehrfach über die Entgleisungen eines gemeinnützigen Vereines, der hier seine Monopolstellung ausnutzt.
http://fuerjagd.de/2015/10/29/tasso-e-v-gegen-jagd-und-traditionen/
http://fuerjagd.de/2015/07/01/tasso-nein-danke/
http://fuerjagd.de/2016/03/23/keine-jagdhunde-zu-tasso-e-v/

Wir sind der Meinung, dass TASSO e.V., ein durch Spenden finanzierter gemeinnütziger Verein, hier die Jägerschaft als Ganzes diskreditiert und dass man sich die Frage stellen muss, ob man einen solchen Verein weiterhin unterstützen sollte. Auch sollte man sich durchaus die Frage stellen, ob man Angst haben muss, dass verloren gegangene Hunde, die über TASSO gefunden wurden, womöglich nicht in die Hände der „bösen“ Jäger zurückgegeben werden!
Etliche Fälle sind in den letzten Jahren publik geworden, in denen Jagdhunde aus ideologischen Gründen nicht von Tierheimen an Jäger vermittelt wurden.
http://fuerjagd.de/2016/07/20/keine-hunde-an-jaeger/

Deshalb: Keine Jagdhunde zu TASSO

„Für Jagd in Deutschland“ hat bereits 2015 eine Alternative zu TASSO geschaffen. „Registrier-mich“ ist ein völlig ideologiefreies, kostenloses Tierregister, das die Möglichkeit bietet alle Tiere, die per Chip, Ring, Tätowierung, Ohrmarke usw. identifizierbar sind, online zu registrieren und zu verwalten.
Wie TASSO ist „Registrier-mich“ an die Metadatenbank Europetnet angeschlossen. Diese weltweit größte Suchmaschine für Transponderabfragen hat die Daten von ca. 60 Millionen Haustieren gespeichert. Wird die Transpondernummer eines Tieres in die Suchmaschine von Europetnet eingegeben, wird diese Anfrage parallel an alle angeschlossenen Haustierzentralregister geschickt. Als Antwort auf diese Anfrage übermittelt Europetnet eine Liste der Haustierregister, bei denen das Tier registriert ist.

Die Zusammenführung von Tier und Halter wird dannn unter Wahrung das Datenschutzes durch „Registrier-mich“ durchgeführt.
https://www.facebook.com/registrierMICH/?ref=ts&fref=ts
http://www.registrier-mich.de/

Zum Weiterlesen
Präsentation Tierregister

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