Vereinsheim des Deutschen Foxterrier Verbandes der Ortsgruppe Hildesheim –
Übergabe des Spendenschecks der Für Jagd in Deutschland e.V.-Spendenaktion

Zur Vorgeschichte:
20151203_151135Juni 2015:
(Animal Liberation Front) zerschneidet die Zäune des Vereinsgeländes und der Schliefenanlage des Deutschen Foxterrier Verbandes der Ortsgruppe Hildesheim
Dezember 2015:
ALF zerstört mittels einem Brandanschlag das Vereinsheim und befreit die Füchse aus ihren Gehegen.
Januar 2016:
Die Vorstandsmitglieder des Deutschen Foxterrier Verbandes und Für Jagd in Deutschland e.V. (FJD) werden von ALF bedroht.
Derweil ist der Aufbau der niedergebrannten Anlage in vollem Gange, die meisten Füchse, fremd des freien Lebens, sind aus freien Stücken zur Anlage zurückgekehrt.
Auch die Spendenaktion des Vereins FJD findet immer noch Zuspruch.

Februar 2016:
Anlässlich der Mitgliederversammlung des Vereins „Für Jagd in Deutschland e.V.“ wird ein Spendenscheck in Höhe von 3.000,- € an den 1. Vorsitzenden des Deutschen Foxterrier Verbandes, OG Hildesheim, Herrn J. Kalmbach durch A. Tomek und Ch. Greife (beide Vorstände FJD) überreicht.

Durch den Brandanschlag ist der Ortsgruppe eines bewusst geworden:

Sie muss ihre Türen für die Öffentlichkeit öffnen.

10368950_1198430183518500_4660014834339420707_oDer Auftakt erfolgte am 13.03.2016 mit der vom Parson Russell Terrier Club Deutschland (PRTCD) durchgeführten Richterfortbildungen für Baurichter.
Die im Jagdgebrauchshundverband e.V. ausgeschriebene Richterfortbildung ist mit ihrer Veröffentlichung als Weiterbildung für Verbandsrichter und Richteranwärter entsprechend ihrer Fachrichtung bestätigt. Regelmäßige Weiterbildung ist für Richter des JGHV Pflicht.
Nach einigen Stunden Theorie wurde der praktische Teil mit Foxterriern auf der Hildesheimer Anlage vorgeführt. Der Drehkessel, erst vor zwei Jahren gebaut, wurde von den Teilnehmern als vorbildlich bezeichnet, und zum Nachbau fotografiert.

Getreu dem Motto „Altes bewahren und mit Neuem ergänzen“ wird das Angebot, der erstmals 1888 erwähnten Anlage, um folgende Punkte ergänzt:
• Welpenspielgruppe
• Junghundgruppe
• Apport
• jagdliche Prägung
• Hundeführerschein VDH

Hierzu ein paar Worte des 1. Vorsitzenden der Ortsgruppe Hildesheim, Herrn J. Kalmbach:
Schon lange sollte die Ausbildung auf eine breitere Basis gestellt werden, der Foxterrier darf nicht auf die Bauarbeit und die Ausbildung nicht auf das Schliefen reduziert werden.

Eine rasseoffene Gruppe für Welpen besteht seit März 2016, hier werden die jungen Hunde sozialisiert, die Grundlagen für den Gehorsam und angemessenes Verhalten in Alltagssituationen gelegt, jagdlich zu führende Hunde entsprechend den Anlagen gefördert. Auch Grundwissen für den Hundeführer ist fester Bestandteil der Arbeit. Später wird die Ausbildung in der Junghundegruppe weitergeführt.

Ab Juni wird ein Kurs „Hundeführerschein VDH“ angeboten werden. Dies ist ein festes Curriculum für die entsprechende Prüfung, die in Niedersachsen auch als Sachkundeprüfung anerkannt wird. Die Prüfung besteht zunächst aus einem Theorieteil für den Hundeführer. Der Hund wird in seiner Unbefangenheit geprüft (toleriert Nähe fremder Menschen und Hunde ohne Angst oder Aggression zu zeigen, lässt sich berühren), dann einem Gehorsamsteil (Leinenführigkeit, Sitz- und Platzkommando, Ablegen und Heranrufen, Ablegen auf Distanz). Schließlich wird die Kontrollierbarkeit und das angemessene Verhalten in Alltagssituationen wird getestet. Viele der Elemente sind auch Bestandteil der Gehorsamsfächer bei Wesenstests, Jagdhundeprüfungen oder der Begleithundeprüfung im Bereich des Hundesportes. Es wird beim VDH-Hundeführerschein der Schwerpunkt nicht auf sportlich korrekte Durchführung, sondern auf harmonische Zusammenarbeit des Mensch-Hund Teams und Kontrollierbarkeit des Hundes gelegt. Dieser darf keine aggressiven Verhaltensweisen in den geprüften Alltagssituationen zeigen.

Das Ziel ist ein in der Öffentlichkeit positiv auftretender, gehorsamer, kontrollierter Hund. Dies wird heute in hohem Maße von der Gesellschaft erwartet, auch als Jäger wollen wir in der Öffentlichkeit einen guten Eindruck als Hundehalter und Hundeführer hinterlassen. Auch von einem Jagdhelfer mit hoher Trieblage muss ich außerhalb seiner „Arbeitszeit“ ein angemessenes und rücksichtsvolles Verhalten erwarten können. Durch diese Ausbildung erhalte ich auch einen Hund, der guten Gewissens auf jeder Gesellschaftsjagd eingesetzt werden kann.

Wir wünschen dem Deutschen Foxterrier Verband, OG Hildesheim, für die Zukunft viel Erfolg, Zuspruch und das nötige Quäntchen Glück.
Wir danken allen Helfern, Unterstützern und Spendern für Ihren Einsatz.

Für die Zukunft wünschen wir uns, dass dieses Beispiel an Transparenz für Außenstehende weiter Schule machen wird, besonders ohne vorhergehende Straftat Dritter.

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